der Holzadler        -Schützenvogel in Handarbeit-

woodenSam, der Holzadler

Text & Bilder von W.Höffchen.
Fremd-Bilder und Beiträge mit Genehmigung der jeweiligen Copyright-Inhaber bzw. Urheber

Durch Zusendung von Bildern/Daten erklärt der Sender mit Übermittlung der Daten, daß er der Rechteinhaber dieser Daten ist und mir hierzu die Veröffentlichungs-Rechte überlaßt !
Konsequenz & Verantwortung aus eventuellen Urheberrechts-Verletzungen liegen daher beim Zusender.

Post 81-90 / 83
« 7 8 9 » »| ®

06.Sep. 2007 - nun erst recht ! Da ich in den letzten Tagen irgendwie so garnicht weiterkam (und ausserdem auch noch die Wurst für meine Brötchen verdienen mußte), zwischenzeitlich auch schon mal wieder an einem Pappen-Modell herumgeschnibbelt habe und auch hier nicht so wirklich die richtigen Proportionen fand, machte ich 'kurzen Prozeß' und benutzte nun mein CAD Programm, mit dem ich sonst auf der Arbeit 'herummache'. Nachdem ich erst mal die ersten Kurven gezeichnet hatte, merkte ich, das meine anfänglichen Bedenken, mit einem CAD Programm nicht so wirklich 'künstlerisch-gestalterisch' tätig werden zu können, sich zumindest in dieser Hinsicht sehr bald zerstreuten.

Sehr schnell hatte ich eine Grundkonstruktion erstellt, die ausserdem den Vorteil hat, im Original-Maßstab ausgedruckt werden zu können.

30.Aug. 2007 - soll ich überhaupt weitermachen ?
der Pappadlerkopf
Nachdem ich nun mit der 'Maßhaltigkeits-Realität' des Kugelkasten konfrontiert war, überlegte ich hin und her, wie ich den nun einen mächtig wirkenden Vogel konstruieren konnte, der in den Proportionen passte, also nach Adler aussah, und der ausserdem auch die Maße nicht überschritt. Da mir im Moment nicht so echt was einfiel, ausserdem auch 'tausend andere' Sachen zu erledingen sind/waren, nahm ich erst einmal meinen Zeichenstift zur Hand und brachte einen Adlerkopf zu Papier (eigentlich zu Pappe), um einfach mal das Gefühl für das 'Gesicht' des Adlers zu bekommen.
Es ist, wie ich schon beschrieb, mit Bleistift gemalt und mit Aquarellfarben ein wenig coloriert.

Nach mir zur Verfügung stehenden Daten habe ich versucht, die annähernde Realgröße darzustellen. Nun hatte ich wenigstens schon mal einen Ansatz, nachdem ich aufbauen konnte.
Die Zeichnung habe ich nun eingescannt, also digitalisiert, und kann sie in jeder beliebigen Größe, die mein Drucker hergibt, ausdrucken, so dass da etliche Variationen durchgespielt werden können.

27.Aug. 2007 - erste Versuche
der Pappadler
Bis vor Kurzem habe ich mich fast ausschließlich mit den sportlichen Seiten des Schützentums beschäftigt. In letzter Zeit wurde ich aber bei einigen Gelegenheiten dann doch mit der Tradition 'konfrontiert' und hatte auch Gelegenheit, mehr oder minder gelungene, zum Abschuß freigegebene Holzadler zu 'bestaunen'. Die meisten davon sind meinem Geschmack nach kaum mit einem Adler zu vergleichen. Irgendwie sehen die immer wie Tauben oder Möven oder sonstige Mutationen aus.
Selbst bei einem bekannten Schießsportzentrum in Norddeutschland werden derartige Vögel angeboten, die irgendwie nach einem gesägten Brett aussehen, aber kaum Ähnlichkeit mit einer Vogelkopie haben. Allerdings wird hierfür nicht gerade wenig Geld verlangt, so dass dies auch ein Punkt ist, der gut motivieren kann, es einmal selber zu versuchen.

Zudem soll es nach Hörensagen mit Vogelbauern im Moment nicht so gut gestreut sein, einige haben wohl ihre Pensionsgrenze (oder mehr) erreicht, oder einfach keine Lust mehr.

Da ich von Beruf Schreiner bin, ich mir ausserdem einbilde, ein gewisses Händchen für künstlerische Gestaltung zu besitzen, drängte es sich fast zwangsweise auf, mich mal selber an derartiger 'Schnitzkunst' zu versuchen.

Die Überlegungen gingen nun dahin, mit nicht allzugroßem Material- und Zeiteinsatz eine Konstruktion zu erstellen, bei der man mittels 'Restholz' sozusagen aus Teilen einen Vogel zusammenfügt (Doktor Frankenstein läßt grüßen !).

Um meiner Vorstellung eines annähernd 'echten' Adlers gerecht zu werden, wurden nun jede Menge Bilder von Adlern (in der Mehrzahl See- und Steinadler) im Internet zusammengesucht, um einen genauen Eindruck von der Anatomie dieser Geschöpfe zu bekommen. Dann baute ich zunächst mal aus Pappe ein erstes, 'grobes' Modell zusammen.

Das ganze sieht auf dem Bild etwas schmächtig aus, da die Schwingen nach hinten ausholen und im 'Handgelenk' wieder nach vorne kommen. Ausserdem ist das Teil nicht mal halb so groß, wie ein 'echter' Holzadler.

Es dürfen ja bestimmte Aussenmaße nicht überschritten werden, da der Vogel ja in einen Kugelfang passen muss. Meiner ersten Meinung nach konnte ich nur 'mächtige' Schwingen realisieren, wenn ich diese eben 'einfaltete' wie es der Adler beim Anflug, bzw. unmittelbar vor der Landung ja auch tut.
Die Beine sind auch nur mal so eben provisorisch angepampt, um einfach erst einmal ein Gefühl für die Proportionen und die Machbarkeit zu bekommen.

Leider kam dann bei der ersten 'Abnahme' durch den ersten Vorsitzenden schon der erste Dämpfer:

  • Die Tiefe, die der Vogel durch die eingestellten Flügel bekam, war zu groß für den Kugelkasten.

  • Es darf ein bestimmtes Tiefenmaß zur Aufnahme in den Fangkasten nicht überschritten werden !

  • zum Beschuß stehen die Flügel zu schräg nach hinten

  • die Beine stehen zum Abschießen der Insignien und Fänge auch noch zu waagerecht.


Da stand ich nun und war mit meinem 'Holzvogel' auf dem Holzweg.