der Holzadler        -Schützenvogel in Handarbeit-

woodenSam, der Holzadler

Text & Bilder von W.Höffchen.
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27.Aug. 2007 - erste Versuche
der Pappadler
Bis vor Kurzem habe ich mich fast ausschließlich mit den sportlichen Seiten des Schützentums beschäftigt. In letzter Zeit wurde ich aber bei einigen Gelegenheiten dann doch mit der Tradition 'konfrontiert' und hatte auch Gelegenheit, mehr oder minder gelungene, zum Abschuß freigegebene Holzadler zu 'bestaunen'. Die meisten davon sind meinem Geschmack nach kaum mit einem Adler zu vergleichen. Irgendwie sehen die immer wie Tauben oder Möven oder sonstige Mutationen aus.
Selbst bei einem bekannten Schießsportzentrum in Norddeutschland werden derartige Vögel angeboten, die irgendwie nach einem gesägten Brett aussehen, aber kaum Ähnlichkeit mit einer Vogelkopie haben. Allerdings wird hierfür nicht gerade wenig Geld verlangt, so dass dies auch ein Punkt ist, der gut motivieren kann, es einmal selber zu versuchen.

Zudem soll es nach Hörensagen mit Vogelbauern im Moment nicht so gut gestreut sein, einige haben wohl ihre Pensionsgrenze (oder mehr) erreicht, oder einfach keine Lust mehr.

Da ich von Beruf Schreiner bin, ich mir ausserdem einbilde, ein gewisses Händchen für künstlerische Gestaltung zu besitzen, drängte es sich fast zwangsweise auf, mich mal selber an derartiger 'Schnitzkunst' zu versuchen.

Die Überlegungen gingen nun dahin, mit nicht allzugroßem Material- und Zeiteinsatz eine Konstruktion zu erstellen, bei der man mittels 'Restholz' sozusagen aus Teilen einen Vogel zusammenfügt (Doktor Frankenstein läßt grüßen !).

Um meiner Vorstellung eines annähernd 'echten' Adlers gerecht zu werden, wurden nun jede Menge Bilder von Adlern (in der Mehrzahl See- und Steinadler) im Internet zusammengesucht, um einen genauen Eindruck von der Anatomie dieser Geschöpfe zu bekommen. Dann baute ich zunächst mal aus Pappe ein erstes, 'grobes' Modell zusammen.

Das ganze sieht auf dem Bild etwas schmächtig aus, da die Schwingen nach hinten ausholen und im 'Handgelenk' wieder nach vorne kommen. Ausserdem ist das Teil nicht mal halb so groß, wie ein 'echter' Holzadler.

Es dürfen ja bestimmte Aussenmaße nicht überschritten werden, da der Vogel ja in einen Kugelfang passen muss. Meiner ersten Meinung nach konnte ich nur 'mächtige' Schwingen realisieren, wenn ich diese eben 'einfaltete' wie es der Adler beim Anflug, bzw. unmittelbar vor der Landung ja auch tut.
Die Beine sind auch nur mal so eben provisorisch angepampt, um einfach erst einmal ein Gefühl für die Proportionen und die Machbarkeit zu bekommen.

Leider kam dann bei der ersten 'Abnahme' durch den ersten Vorsitzenden schon der erste Dämpfer:

  • Die Tiefe, die der Vogel durch die eingestellten Flügel bekam, war zu groß für den Kugelkasten.

  • Es darf ein bestimmtes Tiefenmaß zur Aufnahme in den Fangkasten nicht überschritten werden !

  • zum Beschuß stehen die Flügel zu schräg nach hinten

  • die Beine stehen zum Abschießen der Insignien und Fänge auch noch zu waagerecht.


Da stand ich nun und war mit meinem 'Holzvogel' auf dem Holzweg.